Historische Mauern im Schlossgarten

Ergänzend zum Artikel „Impressionen rund um den Stuttgarter Kopfbahnhof“  etwas Recherche im Archiv. Bei einem Besuch der Stuttgarter Stadtentwässerung im Jahre 2012 ( SWW Bericht ) konnte ich einen Blick auf eine Historische Karte des Stuttgarter Kanalsystems aus dem Jahre 1874 werfen.
Hier also ein Ausschnitt dieser Karte ( ohne Markierung ) mit dem markierten Bereich in dem aktuell die Mauerreste im Schlossgarten gefunden wurden:

Ausschnitt aus dem „Plan über die Kanalisation der kgl. Haupt- und Residenzstadt Stuttgart – Generelles Projekt im Auftrage des Gemeinderaths bearbeitet im Jahre 1874 von Ingenieur J.Gordon“
©2018 / Alexander Schäfer
©2018 / Alexander Schäfer
©2018 / Alexander Schäfer

Spannend welche Hintergründe sich hinter diesen Mauern verbergen, der Bericht der Landesdenkmalpflege Baden-Württemberg wird sicher für Aufklärung sorgen.
Ein im Oktober 2015 gefundener Kanal ( Link ) könnte natürlich mit den jetzt gefundenen Resten zusammen hängen. Jedenfalls reiht sich dies in die Liste mit Archäologischen  Funden im Mittleren Schlossgarten ein. Dies geht von Steinzeitskeletten ( Link ) über  die Reste eines römischen Gutshofes ( Link ) vorbei an  frühesten Nachweisen von Alamannen ( Link ) bis hin zu  steineren Köpfen ( Link

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Impressionen rund um den Stuttgarter Kopfbahnhof

Ein paar kleine Eindrücke von „einer einsamen vorbereiteten Verschalung für eine Kelchstütze“ (von immerhin noch !28! bis angeblich 2023) / „Mauern aus dem 16. Jahrhundert“ / dem „Nesenbachkanal“ und Sonstigem rund um den Kopfbahnhof in Stuttgart

Fichtenholzverschalung als Vorbereitung für das betonieren der ersten und bisher einzigen Stütze von theoretisch 28 Stützen

Mehr Bilder im Archiv ( Link )

Historischer alter Wasserkanal aus dem 16. Jahrhundert

Mehr Bilder im Archiv ( Link )

offengelegter Nesenbachkanal im Bereich „ehemaliger Landespavillon“

Mehr Bilder im Archiv ( Link )

Rund um den Kopfbahnhof in Stuttgart

Mehr Bilder im Archiv ( Link )

( Alexander Schäfer auf schaefwerweltweit.de )

Was macht eigentlich… Die „Neubaustrecke Wendlingen-Ulm“

Klaus Gebhard
Durch die sich auftuende Zeitdiskrepanz zwischen den voraussichtlichen Fertigstellungsterminen der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm (1 Jahr Zeitverzug) und Stuttgart 21 (zugegeben: 4 Jahre Zeitverzug + X Jahre für Testphase und „absehbar Unvorhergesehenes“, analog zu BER) geraten die potentiellen Nutznießer der Neubaustrecke in ein immer heikleres Dilemma. Allen voran die 122.000 Ulmer und nicht zu vergessen 57.000 Neu-Ulmer sowie 24.000 Anrainer des Merklinger Zwischenhalts – in der Summe 203.000 Menschen!

Ihre Erwartungshaltung ist verständlicherweise, dass die NBS sofort ab deren Fertigstellung auch voll leistungsfähig in Betrieb genommen wird. Das ist auch aus volkswirtschaftlichen Gründen zu fordern, denn Tunnels, die nicht benutzt werden, werden feucht und beginnen dadurch vor der Zeit zu altern, siehe wiederum in Berlin die allein zu Tunnelbelüftungszwecken verkehren müssende Geister-S-Bahn von und zum BER-Geisterflughafen. Was macht eigentlich… Die „Neubaustrecke Wendlingen-Ulm“ weiterlesen

Zwischenstand 8,xMrd. bei S21 – eine Zitatesammlung zum Thema.

Sammlung freundlicherweise erstellt und veröffentlicht von Jürgen Klotz

Zur Erinnerung:

„Das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm ist eines der am besten und umfassendsten geplanten Projekte der DB AG.“

Oliver Schumacher, DB-Konzernsprecher, und Martin Walden, Leiter Kommunikation DB, Pressemitteilung vom 18.07.2008

„Das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm mit dem neuen Hauptbahnhof in Stuttgart ist solide geplant und steht auf finanziell sicheren Beinen.“

Ministerpräsident Oettinger, 18.08.2008

„Ab jetzt ist Schluss mit lustig: Diese emotionale Art, diese aggressive Art und diese unseriöse Art der Desinformation nehme ich nicht hin. Ich kann der Öffentlichkeit nur sagen: Gehen Sie diesen erkennbaren Gegnern nicht auf den Leim.“

Ministerpräsident Oettinger bei Verkündung der Kostensteigerung auf 3,1 Mrd. Euro für Stuttgart 21 über die Kostenschätzungen von 8,7 Mrd. Euro, 18.08.2008

„Wir sind froh, dass die Gegner des Projekts mit ihrer Kostenschätzung ganz offensichtlich falsch liegen.“

SPD-Landtagsvizepräsident und spätere S-21-Projektsprecher Wolfgang Drexler, 18.08.2008

„Es sind keine Überraschungen mehr zu befürchten.“

Damaliger SPD-Landtagsvizepräsident und späterer Zwischenstand 8,xMrd. bei S21 – eine Zitatesammlung zum Thema. weiterlesen

Weiterbau würde viel teurer als ein Umstieg

Verkehrsexperte bestätigt Bündnis-Prognosen zu Stuttgart 21

Lösungen für einen Umstieg kosten vier bis fünf Milliarden Euro weniger als der Weiterbau des Projekts „Stuttgart 21“. Zu diesem Ergebnis kommt der Verkehrsexperte Dr. Martin Vieregg in einem neuen Gutachten, das er heute in Berlin vorgestellt hat. Seine Zahlen bestätigen die Prognose des Aktionsbündnisses, dass das Gesamtprojekt am Ende deutlich mehr als zehn Milliarden Euro kosten und frühestens im Jahre 2026 fertig gebaut würde. Widerlegt werden damit auch die von der Bahn behaupteten Ausstiegskosten in Höhe von sieben Milliarden Euro: „Das sind Mondzahlen, mit denen die Bahn jede Umstiegsdebatte zu ersticken versucht“, so Bündnissprecher Eisenhart von Loeper.

Zudem kritisiert der Rechtsanwalt die weiterhin destruktive Informationspolitik der Deutschen Bahn AG: „Statt die Öffentlichkeit vollständig über das PWC-Gutachten zu informieren, lässt die Bahn die Öffentlichkeit mit minimalen Infohäppchen im Dunkel. Diese Verschleierungsmethode ist der Demokratie unwürdig.“ Vor einer Woche hatte von Loeper deshalb den Chef des Bundeskanzleramts, Bundesminister Peter Altmaier, brieflich aufgefordert, dafür zu sorgen, dass die Fakten endlich auf den Tisch kommen.

Dokumente:
PM zu den Ausstiegskosten für das Projekt Stuttgart 21 (PDF)
Offener Brief an Bundesminister Altmaier (PDF)
Ermittlung der Ausstiegskosten für das Projekt Stuttgart 21 zum Stand Dezember 2017 (PDF)
Ausstiegskosten für S21 Grafiken (PDF)

Siehe auch: Umstieg 21 Website (Link)

Bilder, Berichte und Dokumentationen von Alexander Schäfer