Archiv der Kategorie: Naturschutz

Durch den Rosensteinpark nach Bad Cannstatt

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Lange vorbei dass der Rosensteinpark unberührt von den verheerenden Auswirkungen der Großbaustellen blieb. Der einzigartige Park welcher schon immer für Mensch und Tier ein wichtiges Naherholungsgebiert und Lebensraum darstellt, wird jäh vom Bauwahn zerschnitten. Die Schneise im Neckarhang zerstört das eigentlich als Landschaftsschutzgebiet und Fauna-Flora-Habitat besonderen Schutz verdienende Gelände. In Stuttgart, welches immer mehr in Baustellen versinkt, ist dieser „Schutz“ nicht mehr als ein nutzloses Feigenblatt. Schon kündigen zahlreiche Markierungen an Bäumen und das Stuttgarter Amtsblatt viele weitere Fällungen für das sinnlose Immobilienprojekt Stuttgart 21 an. Das Kebsgeschwür breitet sich im Dunst der wirkungslosen Feinstaubalarme immer weiter in der Landeshauptstadt aus und findet scheinbar kein Ende bevor der Patient nicht am Krebs eingegangen ist.

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

„Schutzgebiet“? Aber nur wenn jemand sich beschwert…

P1020101Seit der Endgültigen Zerstörung des Stuttgarter Schlossgartens vor mittlerweile 4 Jahren, ließ die Deutsche Bahn ein sogenanntes Schutzgebiet für den Juchtenkäfer am Rand der Schillerstraße stehen. Mehr als eine PR-Maßnahme war dies allerdings nie. Immer wieder konnte man beobachten wie wenig die DB wirklich am Schutz interessiert ist. Da wurde beispielsweise dieses Gebiet mit schweren Lastwagen befahren, obwohl dies ausdrücklich nicht erlaubt ist (zumindest wenn man das Wort SCHUTZ in „Schutzgebiet“ ernst nehmen würde). Beim letzten Fall mit dem LKW der Höllischen Wasserspieler behauptete das EBA, dass dies kein Verstoß gegen Auflagen war.

P1020093Diesmal jedoch sieht das anders aus! Das EBA bestätigt auf Nachfrage und Beschwerde, dass die DB beim Bau eines Kabelkanals mitten durch das Schutzgebiet von der eigentlich genehmigten Bauweise abgewichen ist. Diese Abweichung geht faktisch soweit, dass die DB nun gehalten ist, zusätzliche Bewässerungsmaßnahmen an den betroffenen Bäumen durchzuführen.

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18.04.2016 – Massive offensichtliche Fahrspuren Mitten durchs sog. „Schutzgebiet“ und über Wurzelbereiche

Warum allerdings weiterhin trotzdem mit Baggern und allem möglichen anderen schweren Gerät dort herumgefahren werden darf, bleibt weiterhin ein großes Rätzel. Abgesehen davon wird die PR-Show spätestens dann beendet, wenn  (völlig Überraschend) der Erdwall zum theoretisch entstehenden S21-Trog aufgeschüttet werden muss und die bis dahin evtl. überlebenden restlichen Bäume im Dreck verfaulen werden.

P1020107Wie man an diesem Beispiel sieht, ist es in jedem Detail wichtig der DB stets auf die Finger zu schauen da sie von sich aus sonst auf überhaupt keine Vorgaben/Vorschriften/Auflagen achten würde. Wieder einmal ist daher sehr Enttäuschend, dass diese Kontrolle offensichtlich nur und allein durch ausmerksame Bürger erfolgt. Die Stadt und das Land rühmen sich zwar immer wieder mit ihrer sogenannten „kritischen Begleitung“, in der Realität besteht die aber nur aus leeren Worten. Ebenso wie jetzt, wurde z.B. auch beim Fällen der Bäume vor vier Jahren nicht einmal eine eigene dauerhafte Baustellenüberwachung organisiert. Die Stadt und das Land beteiligen sich zwar an Kosten und treiben auch das Projekt voran, am aktiven Einhalten bzw. Überwachen der geringsten Vorschriften zeigen sie sich aber nicht interessiert.

Wer da noch darauf vertraut das Dinge wie Brandschutz (siehe auch das ewige Desaster um den „Flug“hafen BER) und anderes wirklich sehr Wichtige (z.B. immer noch nicht genehmigungsfähige Abschnitte am Neckar und in Untertürkheim) von der DB je erreicht oder eingehalten würden, der denkt auch dass man einen Flughafen ohne faktischen Brandschutz jemals in Betrieb nehmen könnte…

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Lesung – Gedichte zum Rosenstein

Rosenstein
Hommage an ein Stuttgarter Kulturdenkmal

IMG_6003Die Stuttgarter Lyrikerin Sylvia von Keyserling widmet dem Rosensteinpark einen Zyklus von einundzwanzig Gedichten und einen Epilog.

Mit bestechendem Beobachtungs- und Sprachvermögen verleiht die mehrfach ausgezeichnete Autorin der stummen Natur Sprache und Ausdruck, lässt sie aus sich heraus zu Wort kommen und gibt ihr mit poetischen Mitteln eine politische Stimme.

Eintritt frei

19.04.2016 19:30Uhr
Markt am Vogelsang
Rückertstr. 7
70197 Stuttgart

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Radiobeitrag zum Rosenstein

IMG_5522Der Rosenstein und alles was ihn ausmacht ist natürlich immer noch ein großes Thema. Nicht zuletzt nachdem es im kommenden Monat wieder einmal ans sinnlose Zerstören für Stuttgart 21 gehen wird. Die DB hat zwar nach all den vielen Jahren weder in Untertürkheim die nötigen Genehmigungen noch eine Lösung für die Naturschutzbelange am Neckarhang und schon zeigen sich weitere „unerwartete“ massive Probleme im Kernerviertel. Das alles neben vieler weiteren offenen Fragen – aber trotzdem soll die Holzbrücke über den Neckar abgerissen werden.

Das alles sagt erstmal nichts? Dann lerne doch mal kennen was da weiterhin auf dem Spiel steht aber noch nicht verloren ist… Der Rosenstein und sein Park zieht in den Bann – lass dich mitziehen! In dem Radiobericht am 03.04.2016 um 15 Uhr im Freien Radio (99, 2 MHz über Antenne, 102,1 MHz im Kabel und weltweit über Livestream auf www.freies-radio.de) Radiobeitrag zum Rosenstein weiterlesen

Massaria streckt Bäume in Stuttgart nieder

Wie unschwer in der Königstraße zu sehen wurden bisher bereits acht Platanen gefällt, wie viele noch folgen wird sich zeigen. Wie eine lokale Zeitung zu berichten weiß anscheinend wegen Fäulnis und dem Befall durch den Massaria-Pilz welcher die Verkehrssicherheit der Bäume gefährden würde.

In Zeiten des Feinstaubalarms und in einer der dreckigsten Großstädte Deutschlands fragt man sich schon ob es da so wahnsinnig Schlau war hunderte gesunde Bäume mitten in der Stadt zu fällen… Gut, das Baummassaker im Mittleren Schlossgarten lässt sich nicht wieder gut machen, aber vergessen wird es niemals!

Auch wenn es für die Bäume Ersatz geben soll, sollte man doch langsam auch über das Konzept der enorm zunehmenden versiegelten Flächen in der Innenstadt nachdenken. Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt weißt ja selbst schon auf die in der Art unvorteilhaften Bedingungen hin. Was bringt sog. „Ersatz“ wenn dieser genauso in ein Umfeld gepflanzt wird welches ständigen Stress für die Bäume wegen Wassermangel bedeutet? Das Problem ist doch nicht der Pilz welcher nur Bäume befällt die geschwächt sind sondern die Ursache dieser Schwächung!

Anstatt Baustellen sollten in Stuttgart nicht zuletzt wegen der Feinstaubthematik sondern auch um die allgemeinen Lebensqualität zu steigern dringend wieder richtige Grünflächen sprießen und bestehende endlich ernsthaft geschützt werden!

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Demonstration für bessere Luft in Stuttgart

Unter dem Motto „Fahrverbote retten Leben – Autoflut stoppen – Jetzt!“ fand auf dem Marienplatz in Stuttgart eine Kundgebung für bessere Luft und Lebensqualität in Stuttgart statt. Organisiert wurde die Demonstration von der Neckartor Bürgerinitiative. Eine der Reden von Dr. Angelika Linck kann hier als PDF nachgelesen werden. Die Demonstration zog, mit einem kurzen Zwischenstopp am Verkehrsministerium, quer durch die Innenstadt und endete mit einer Schlusskundgebung am Rotebühlplatz. Gleich zu Anfang trennten sich die Fahrrad fahrenden Demonstranten in einem zweiten eigenen Demozug ab, welcher sich später wieder zur Schlusskundgebung mit den Fußgängern traf. Demonstration für bessere Luft in Stuttgart weiterlesen

Yoko Ono please help us – A Wish Tree for Feuerbach

Gastartikel von Bernd-Christoph Kaemper

Dear Yoko Ono,
we wish to save a cherished old tree (link to pictures) from cutting by making it a Wish Tree.
Will you support us by sending us a few words of encouragement?

Here is some background information:

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The „old friend“, the weeping willow in Feuerbach

In Stuttgart-Feuerbach, at the railroad station, there is a 70 year old large weeping willow tree, with a trunk circumference of 270 cm. More than 3 generations have come to know and love the tree, it has provided shade, repose and rest in summer, it has greeted the people in the morning when they went to work, and in the evening when they returned home.

In 2013, the German rail company, which is undertaking a large railway & urban development project in Stuttgart (Stuttgart 21), cut down a large number of trees around the station in order to clear the construction site. But they promised to save the large willow tree which forms a historic landmark of Feuerbach. Now, 2 years later, they withdrew their promise and announced they want to cut down the tree, which happens to grow on municipal ground, at the edge of a temporary construction area which is needed for setting up cranes, they say.

We are sure it must be possible to plan the construction site in such a way that the willow can be preserved, even if it needs some detour and is somewhat costlier.

2010 People fighting for trees in Stuttgart. In this case they lost this (and many other) tree but they still fighting for others.
2010 People fighting for trees in Stuttgart. In this case they lost this (and many other) tree but the people still fighting for others.

We have the support of our borough mayor, but there are no legal possibilities to stop the rail company from cutting the tree, because the plans have been approved previously. We know that many citizens of Feuerbach would deeply regret losing their „old friend“, the weeping willow, as many have asked in writing to the city council and the rail company to save the tree. Many people feel deeply disappointed because their dedication to stop a mega-project which they see as damaging to the city and the people has been ignored and led nowhere, many have resigned, others are angry. Even people who are in favour of the project, find it fatal that promises are not kept and that the project is pulled through without respect for the grown environment.

Our citizens initiative has already two times invited the people of Feuerbach to a public breakfast under the weeping willow tree in order to gather support and save the tree from cutting; media has reported, too. We continue to appellate at the city council and the rail company: Abide by your promise, which has been given in writing, the tree has to stay!

For us, the willow is a symbol for our „right to the city“: Pope Francis, in his recent Encyclica ‚Laudato si‘, has rightly deplored the decline of the quality of humen life in our cities:
„Neighbourhoods, even those recently built, are congested, chaotic and lacking in sufficient green space. We were not meant to be inundated by cement, asphalt, glass and metal, and deprived of physical contact with nature.“ … „There is also a need to protect those common areas, visual landmarks and urban landscapes which increase our sense of belonging, of rootedness, of “feeling at home” within a city which includes us and brings us together.“

2010 - A tree the people saddly lost in 2012 after a long fight against the senseless killing of such "old friends"
2010 – A tree the people saddly lost in 2012 after a long fight against the senseless killing of such „old friends“
2013 - this little Tree was saved. They removed it from building site to an other place and some "treeparents" (from godparents) placed there good wishes in the following years
2013 – this little Tree was saved. They removed it from building site to an other place and some „treeparents“ (from godparents) placed there good wishes in the following years

In these days no decision has yet been made over life or death for the weeping willow. We feel that the time has come to light a beacon of hope and love and go a step further to preserve the tree and the peace in this city. We want to make it visible to all that the local people cling to their cherished willow tree. So we had the idea to follow your steps and make it a wish tree! A Wish Tree for Feuerbach! We imagine that it would change people’s hearts, even among those who just want to pull through the construction project as quickly as possible.

If you like the idea and want to support us, please feel free to send us a few words of encouragement. It would mean a lot to us!

Kind regards,
Bernd-Christoph Kaemper, for the Feuerbach Citizens‘ Initiative

Die „Wish Tree“ Kunstinstallation von Yoko Ono (link) begann in den Jahren nach 1981. Im Rahmen der Aktion werden Besucher eingeladen an diese Bäume Wünsche zu hängen. Mittlerweile stehen ihre Wunschbäume schon in New York City, St. Louis, Washington, DC, San Francisco, Pasadena, Palo Alto, California, Tokyo, Venedig, Dublin, London, Exeter, England, und Finnland.

Einer ihrer Wünsche (von 1996) zur Aktion lautet: „Bitte Wünschen Sie sich etwas. Schreiben Sie den Wunsch auf ein Stück Papier. Falten Sie es und binden Sie es um einen Ast des Wunsch-Baumes. Bitten Sie Ihre Freunde, das gleiche zu tun. Wünschen Sie solange bis die Zweige mit den Wünschen bedeckt sind.“

More Pictures from „the old friend“ (link)
Impressions from the trees they fought for, most sadly lost since then. (link)
Pictures from a day in 2010 from Stuttgart – The government fought with armed and armored troups against the people. Later after a very long and sad day, the people lost some really old trees against their police troups (link)

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Pestizide im Einsatz – von der Blüte bis zum Apfel

IMG_9885Mit einer Unterschriftenaktion im Rahmen einer Kampagne (link) zum Stopp des ungebremsten Pestizideinsatzes – macht „Greenpeace Stuttgart“ vor einer Lidl Filiale am Olgaeck auf die Ergebnisse einer aktuellen Greenpeace Untersuchung aufmerksam. Die Tests hatten gezeigt, dass die Anwendung von Agrargiften immer noch zum Alltag im Obstanbau gehört. (link)  Auch online mitmachen -> Protestmail senden

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )