Schlagwort-Archive: Bad Cannstatt

Durch den Rosensteinpark nach Bad Cannstatt

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Lange vorbei dass der Rosensteinpark unberührt von den verheerenden Auswirkungen der Großbaustellen blieb. Der einzigartige Park welcher schon immer für Mensch und Tier ein wichtiges Naherholungsgebiert und Lebensraum darstellt, wird jäh vom Bauwahn zerschnitten. Die Schneise im Neckarhang zerstört das eigentlich als Landschaftsschutzgebiet und Fauna-Flora-Habitat besonderen Schutz verdienende Gelände. In Stuttgart, welches immer mehr in Baustellen versinkt, ist dieser „Schutz“ nicht mehr als ein nutzloses Feigenblatt. Schon kündigen zahlreiche Markierungen an Bäumen und das Stuttgarter Amtsblatt viele weitere Fällungen für das sinnlose Immobilienprojekt Stuttgart 21 an. Das Kebsgeschwür breitet sich im Dunst der wirkungslosen Feinstaubalarme immer weiter in der Landeshauptstadt aus und findet scheinbar kein Ende bevor der Patient nicht am Krebs eingegangen ist.

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Baustellenaktivität rund ums Leuze Mineralbad

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©2014 Wolfgang Rüter

von Wolfang Rüter Die durch den Rosenstein-Straßentunnel / Leuzetunnel (B10/B14) und Sperrung des Rosensteinstegs auf lange Zeit verursachtenden Behinderungen werden jetzt für alle Verkehrsteilnehmer sichtbar und spürbar. Fußgänger, Rollstuhlfahrer und Radfahrer müssen weite Umwege in Kauf nehmen, Autofahrer mit weniger Fahrspuren, die teil- und zeitweise sogar auf nur eine Fahrspur in jede Richtung zurückgefahren werden sollen, zurecht kommen. Wenn sich „Ihre Bauleitung des Tiefbauamts für Ihr Verständnis bedankt“ ist das doch irgendwie der blanke Hohn. Wie es gestern am 4. März 2014 am Ausgang des Schwanentunnels (B14) beim Rosensteinsteg und beim Leuze aussah, indirekt hat das alles auch mit Stuttgart 21 zu tun, zeigen folgende Fotos (link).

Demonstranten ziehen zum Rosensteinpark

Am 01.02.14 ziehen Demonstranten von der Mahnwache gegen Stuttgart 21, am Stuttgarter Kopfbahnhof, in einer sehr kurzfristig geplanten Kundgebung zum Rosensteinpark. Sie demonstrieren damit gegen die Rodungen am Neckar in der letzten Woche und die kommenden Rodungen im Rosensteinpark. Ihre Route führte sie an den Rodungen beim Leuze vorbei, über den zum teilweisen Abriss bestimmten Leuzesteg und letztlich über den Elefantensteg. Dieser soll, genauso wie der Holzsteg über den Neckar, für die Projekte „Rosensteintunnel“ und „Stuttgart 21“ abgerissen werden. Demonstranten ziehen zum Rosensteinpark weiterlesen

Auch der 2. Tunnelanstich ist reine Medienschau

von Dipl. Geol. Dr. Ralf Laternser – 04.12.2013

© W.Rüter 2013
© W.Rüter 2013

Angeblicher Tunnelanstich als Medienmasche (eine kurze Analyse)

Bei Stuttgart 21 findet durch die DB AG ein Prinzip nach bester Gutherrenmanier Anwendung: Fakten Schaffen und bautechnische und geologische Unwahrheiten verbreiten.

Egal ob Prellbockanhebung oder dringend notwendige Abholzung eines Kulturdenkmals wie dem mittleren Schlossgarten. Obwohl noch längst nicht alle örtlichen Genehmigungen oder gar die ganzer Bauabschnitte fehlen oder noch ungewiss sind, werden wo es geht Fakten geschaffen – und mit viel hintertriebener Fantasie systematisch Halbwahrheiten verbreitet und die Öffentlichkeit mit Medienkampagnen absichtlich desinformiert.

Als Geologe habe ich wirklich gar nichts gegen einen zünftigen Tunnelanstich. Wie gesagt gegen einen Zünftigen. Aber diesen lächerlichen und verlogenen „Anstich“ eines bisher nur oberflächlichen Hilfsstollens heute am Barbara-Tag in Stuttgart-Wangen als Beginn des umstrittenen Baus von aberwitzigen 57 km Tunneln unter Stuttgart zu verkaufen ist eine Frechheit für mich als Geologen und die Tradition der Mineure. Und eine widerwärtiger Mißbrauch unserer gemeinsamen Schutzheiligen Barbara. Es wurde heute mit verlogenem Gehabe und sehr medienwirksam lediglich ein unbedeutender sogenannter Tunnel-Zwischenangriff angekratzt – aber niemals einer der unzähligen Tunnel für Stuttgart 21.

Der Bau-Abschnitt des heute „begonnenen“ Hilfstollens gehört zum Teilbereich 1.6a des Projekts Stuttgart 21 und selbiger befindet sich im Augenblick im Stande der Planänderung, da die schon historische Genehmigung aus dem Jahre 2005 wegen der völligen Fehlberechnung der Grundwassermengen wasserrechtlich nicht mehr umsetzbar ist. Eine neue Genehmigung ist sehr fraglich, da der neue Grundwasser- Antrag der Bahn schwerwiegende fachliche Fehler bis gezeilte Manipulationen aufweist und zudem eine von der Menge unbegrenzte Grundwasserentnahme vorsieht. Ein Fakt der in Deutschland bisher einmalig ist und wasserrechtlich eigentlich unmöglich ist, da erwartete Entnahme – Mengen in dieser Größenordnung eigentlich „gedeckelt“ werden müssen. In Bezug auf Tunnelbauwerke um die es bei der Grundwasserentnahme geht, ist der gefeierte Hilfsstollen ein bautechnisch nachrangiges Bauwerk, das trotz der fehlenden Genehmigungen für die großen grundwasserkritischen „Anhydrittunnel“ ja schon mal angefangen werden kann – offensichtlich vor allem um medienwirksam einen umkehrbaren Tunnelbau der Presse und damit der unbedarften Bevölkerung vorzugaukeln. Ich höre schon jetzt von uninformierter Seite: „Jetzt gäbet doch endlich Ruh, se grabet jo scho die Tunnel ond nix isch bassiert mit´m Aa-hydrit“.

Bezeichnenderweise wird der heutige „Tunnelanstich“ in den Medien jetzt auch als Beginn der sich in der Planung überkreuzenden 4-fachen Neckar-Untertunnelung dargestellt. Das die benachbarte Tunnel  im Projektabschnitt 1.6b noch noch überhaupt nie genehmigt wurden obwohl die Unterlagen schon über 3 Jahren beim Regierungspräsidium liegen wird von der Presse, die Erklärungen der Bahn AG scheinbar überwiegend völlig unkritisch wiedergibt, nicht erwähnt. Dies ist um so bedenklicher, da gerade diese Mehrfach-Untertunnelung bautechnisch sehr riskant wäre und bis heute unklar ist – und das einmalige Stuttgarter Mineralwasservorkommen grundlegend und nachhaltig gefährdet.

Bei der aus heutiger Sicht nur als sehr hastig und oberflächlich zu bezeichnende Pauschal-Genehmigung Anno 2005 wurde schon damals beweiskräftige Untersuchungen Projekt ferner Fachleute ignoriert und belächelt, die einen zweiten Hauptzustrom des Stuttgarter Mineralwassers unter dem Neckar in diesem Bereich schlüssig nachwiesen. Dieser zweite Zustrom hat sich mittlerweile als der wärme – und Mineralstoff bringende Heilwasserstrom erwiesen. Erst im Herbst 2013 musste von der Stadt Stuttgart ein deutlicher Zustrom, der grundlegend den eigenen Forschungsarbeiten widersprach, entlang des Neckartals eingeräumt werden. Statt folgerichtiger und und umfassender Untersuchungen und Berechnungen dieses Zustroms wurden bisher jedoch nur mündlich eine sehr überschlägige Schätzung von 80 Litern Mineralwasser/Sekunde bei einer nichtöffentlichen Sitzung eingeräumt. Das schon länger bekannte Auftreten von mineralisiertem Grundwasser im unmittelbaren Nahbereich der geplanten Neckar-Tunnel wurden in einer wissenschaftlich bisher einmaligen Deutung in Stuttgart als lokale Grundwasser-Anomalie im Untergrund abgegutachtet. All diese Tatsachen bildeten bei der historischen Genehmigung und Abwägung 2005 keine Rolle und relativieren noch einmal das enorme Risiko für die, wie heute nun allgemein bekannt ist, unabsehbare Milliarden teure Leistungsminderung und unzulässige Schiefstellung eines zukünftigen Stuttgarter Hauptbahnhofs der unglaubliche 60 km neue Tunnel braucht.

Abschließend muss im Kontext mit milliardenschweren Winterspiele an der mediterranen Schwarzmeerküste von Sotschi oder einer geradezu perversen Fußballweltmeisterschaft im glühend heißen Katar die Frage gestellt werden, in wie weit alte Traditionen und Bräuche wie Tunnelanstiche unter Schutz von Heiligen und dem Segen der Kirche heute nicht sehr häufig für rücksichtslose und rein profitorientierte Großprojekte pervertiert und missbraucht werden dürfen?

Ich gehe jetzt in den Garten und schneide mit meinen Töchtern ein paar Barbara-Zweige! Den Kinder sind unsere Zukunft – nicht diese Art von menschenverachtenden Großprojekten!

 Ralf Laternser

Impressionen aus der Wilhelma

 

Ein paar wenige Bilder der letzten Jahre…

Thema – Mineralwasser

Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller stellte sich in Bad Cannstatt den Expertenfragen zum Mineralwasser. Die Gruppe Bad Cannstatter gegen S21 veranstalteten dazu eine öffentliche Diskussion von der die Freien Medien cams21 ab 20 Uhr berichteten.

Cams21 ist eine Gruppe Menschen die sich Aufgrund der fehlenden kritischen Berichterstattung der althergebrachten Medien zusammen gefunden hat. Neben vielen anderen Menschen, die teilweise in anderen Gruppen und auch auf eigene Faust, versuchen gegen die mangelhafte Medienlandschaft in Stuttgart anzukämpfen, ist auch cams21 dabei ehrenamtlich Tätig.

11.11.2012 um 11:11 auf dem Stuttgart Marktplatz

Im Gegensatz zu den „Öffentlich Rechtlichen“ Medien die von den GEZ Gebühren zb. mehrere LKW an Technik für eine verschwindet kleine und ziemlich unbedeutende Veranstaltung aufwenden können benötigen diese ehrenamtlich aktiven Menschen stetige eigeninitiative Unterstützung durch zb. Spenden.

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Demonstration „Mineralwasser schützen“

139. Montagsdemo gegen Stuttgart 21 kamen mehrere tausend Menschen nach Bad Cannstatt und zogen anschließend, von vielen Cannstattern aus ihren Wohnungen begrüßt, durch die von Brunnen geprägte, malerische Altstadt bis zum Rosensteinpark / Mineralbad Berg.

Zur Dokumentation

Die Reden mit Dank an Walter Steiger

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