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Dutch Oven – Einbrennen

Ihr habt einen neuen Dutch Oven gekauft und freut euch schon aufs „Erste Mal“ !?

Haaaaalt – zuerst muß das gute Stück eingebrannt werden! ( Es gibt pre-seasoned Versionen die schon ab Werk eingebrannt sind da braucht man das nicht machen. )

Zuerst wird der Topf gründlich gereinigt da die Töpfe mit einer Schutzschicht gegen Rost ausgeliefert werden. Diese besteht meist aus Wachs und ist wirklich alles andere als Lecker! Daher muß diese mit Spülmittel und am besten kochendem Wasser abgebürstet werden. (Wichtig – verwendet eine Bürste die ihr ab dann nur noch für den Topf nehmt den die werdet ihr nachher nicht mehr für was anderes nehmen können … wer schon mal einen Gußtopf ausgebürstet hat weiß was ich meine der Rest glaubt mir jetzt einfach mal und versteht es spätestens nach dem ersten mal putzen nach dem Kocheinsatz)

Dabei auch die Außenflächen reinigen den die Wachsschicht ist wirklich nur ein Transportschutz gegen Rost. Spätestens nach dem ersten Einsatz wäre diese außen eh weg gebrannt und dann würde der Topf sofort Flugrost ansetzen da ja keinerlei Schutz mehr da ist. Daher wird der Topf auch gleich außen eingebrannt und damit geschützt.

Dies wird übrigens im Idealfall das erste und letzte mal sein das euer Topf Spülmittel sieht!
Da die Einbrennschicht aus Fett besteht ist sie sofort weg wenn ihr den Topf mal mit Spülmittel reinigen solltet – daher macht man dies auf keinen Fall um nicht die lange aufgebaute und gepflegte Schicht zu verlieren!

So nun ein paar Kohlen heiß machen – mindesten einen AZK voll (ca. 2,5 kg) besser mehr – auch Holzfeuer ist ok.

Dann kommt der Topf oben drauf und wird erst mal heiß gemacht.

Wenn der Topf heiß ist (Handschuhe benutzen – wenn ihr keine braucht ist der Topf noch zu kalt) wird der Topf innen außen überall mit Fett eingerieben – dazu am besten ein Stück Schweineschwarte benutzen. Es geht aber auch mit Fett oder Öl das ihr mit einer Grillzange und Küchenkrepp verteilt. Wenn Topf und Deckel eingefettet sind dann kommt alles wieder aufs Feuer und bleibt dort bis der Topf die Farbe annimmt die ihr hier seht:

So langsam wird es…

schön…

braun…

Versucht stehende Pfützen Fett zu vermeiden – am besten direkt mit Küchenkrepp aufsaugen damit das Öl richtig gut einziehen und eintrocknen kann.

Sobald der Topf komplett braun bis schwarz geworden ist habt ihr es geschafft.
(1-2 Stunden kann das schon dauern)

Bei offenem Feuer passt auf da Fett im offenen Feuer natürlich verbrennt.

Man kann den Topf auch im Backofen einbrennen doch dies ist eine sehr rauchige Angelegenheit besser im Freien machen! (falls ihr das macht beschwert euch nicht bei mir ich hab hier ja geschrieben macht es lieber im Freien)

Diesen Einbrennvorgang braucht ihr nie wieder zu machen außer es hat mal jemand ohne Ahnung den Topf mit Spülmittel gereinigt oder es ist euch mal wirklich sehr sehr sehr übel was rein gebrannt und ihr könnt es wirklich nicht mehr mit heißem Wasser alleine raus bekommen.

PS Gepflegt wird ein DO indem man nach jedem benutzen den Topf mit kochendem Wasser reinigt und dann mit einem eingeölten Tuch ausreibt – dann mit leicht geöffnetem Deckel trocken lagern.

(Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Von Capsaholics zu Capsamania – eine Ära geht zu Ende.

Eines der großen Chiliheadforen schloss im Dezember 2016 seine Tore. Nach bewegter Entwicklung welche mit „capsaholics.de“ im Jahre 2004 startete, über die Umwandlung im Jahr 2009 zu „capsamania.de“ ist nun das Ende gekommen. Zeit für mich ein paar Erinnerungen zu wälzen. Über die Jahre sind dort doch einige bemerkenswerte Aktionen entstanden. Neben diversen realen Aktionen wie zb.  Saatgut-Tauschpaketen, Chiliprodukt-Wanderpaketen Pflanzentauschtreffen und Erntedankfesten auch viele digitale Aktionen. Für mich persönlich natürlich eines der unbeschreiblichen Highlights war für mich die Aktion „Capsabasco„! Ein paar weitere Aktionen möchte ich nicht ohne eine letzte Erwähnung mit dem Forum in Vergessenheit geraten lassen. Von Capsaholics zu Capsamania – eine Ära geht zu Ende. weiterlesen

Bezirksbeirat entscheidet kurzsichtig gegen Burgerladen

Seit 2013 entwickelt sich der Burger Laden „Beef Burger Brothers“ in der Bottwarstraße (Verlängerung der Unterländerstraße) in Zuffenhausen zum ultimativen Tipp für alle Burger Liebhaber! Die Crew setzt auf Qualität und kann diese vor allem auch bei immer größerem Ansturm beibehalten. Jeder Burger mit reinem Rindfleisch und stets frischen Zutaten. Dies spricht sich auch herum. Zahlreiche Medien von Blogs über Zeitungen bin hin zum Radio haben schon über den kleinen Laden berichtet und die Fangemeinde wächst stetig. Eine wahre Erfolgsgeschichte für das altbackene Zuffenhausen, welches sonst offensichtlich nur mit Handyläden, Spielcasinos und heruntergekommenen Einkaufsläden seinen Stadtkern auftrumpfen möchte.P1000730

Doch statt diese Chance für den Stadtteil zu erkennen entschied jetzt der Bezirksbeirat in Zuffenhausen gegen den verständlichen Antrag der Inhaber dauerhaft Tische vor den Laden stellen zu dürfen. Dabei müssten sie doch nur einmal vor die eigene Türe des Rathauses treten und das Burger Restaurant besuchen. Dann würden die Mitglieder erkennen dass gerade das Gegenteil Zeichen der Zeit wäre! Dieser Laden brummt – die Hütte ist gefüllt mit Kunden aus ganz Stuttgart und darüber hinaus. Statt diesen wie jetzt geschehen einzuschränken sollte er wo es nur geht gefördert werden! Der Bezirksbeirat sollte schnellstens nicht dessen Platz einschränken sondern ihm sogar Expansionsmöglichkeiten bieten! Der nun geplante wahnsinnig einfallsreiche Kiosk/Cafe vor dem Rathaus wäre zb. so eine Möglichkeit. Dieser Standort wäre durch seine zentrale Lage und den großen Platz darum herum mit einem Burger Restaurant dieser Qualität geradezu ein Magnet für neue Kundschaft in Zuffenhausen! Da dann doch lieber einen 0815-Kiosk in die Ecke verbannen, dort reichen dann auch wenige bis keine Tische vor dem Laden.

Bacon Burger

Bleibt zu hoffen, dass die Zuffenhäuser bald die Augen aufbekommen und das Hirn einschalten bevor dieser aufstrebende besondere Burger Laden auch in die Innenstadt oder andere Vororte ausweicht. Potential dazu hätte er allemal und Zuffenhausen würde mal wieder dumm aus der Wäsche schauen und danach wahrscheinlich einen weiteren Handyladen oder ein Nagelstudio „anlocken“.

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Burger Place Stuttgart

IMG_1905[1]Seit Mitte 2015 gibt es mit dem „Burger Place“ einen neuen Burgerladen in Stuttgart. Nach Jahren in Kanada und bekannt geworden durch die Sendung „Goodbye Deutschland“ bringen die Besitzer einiges an Originaleindrücken mit nach Stuttgart-Feuerbach. Neben etlichen verschiedenen Burgern, geht das aber auch weiter über Sandwiches, Curry Wurst und Hot Dogs bis hin zu speziellen BBQ Genüssen wie „Pulled Pork – Burger“ und „Canadian Poutine“.

Die Zutaten vom Fleisch bis zur Zwiebel kommen aus lokalen Quellen und die meisten Saucen sind nach eigenen kanadischen Rezepten selbst hergestellt. Diese Qualität schmeckt man auch wobei die Vielfalt der möglichen bestellbaren Varianten den ungeübten Burger Neuling doch schon überlasten könnte. Fans von Burgern und BBQ kommen allerdings definitiv auf ihre Kosten. Das im Smoker gemachte Pulled Pork welches im Laden nur noch erwärmt werden muß, ist anders als das immer mehr in Mode kommende Fertigprodukt anderer Läden vorzüglich. Auch wenn es für meinen persönlichen Geschmack gerne mehr Rauch gesehen haben könnte. Das für meinen Begriff dazu gehörende Canadian Cole Slaw (welches aber extra bestellt werden muß) zeigt doch einen interessanten merklichen Unterschied zum Amerikanischen Cole Slaw.

Die Burger lesen sich Einfallsreich wobei ich noch nicht alle getestet habe. Der „Hard Worker“ kommt mit leckeren 300g frisch gewolftem Rindfleisch aus der Region daher und lässt kaum Grund zur Kritik, einzig dass auf Nachfrage angebotene und bestellte „medium“ scheint keine Beachtung am Grill gefunden zu haben. Den selbst geschnittenen Fries aus Kartoffeln von Weilimdorfer Bauern fehlt es jedenfalls an nichts und sie sind auch in der Version „Canadian Poutine“ durchaus interessant. Hierbei werden die Pommes mit Käsewürfeln, geriebenem Käse und Bratensauce garniert (heißer Tipp – etwas warten bis die Käsewürfel weich geworden sind).

Alles in allem ein durchaus interessanter Burger Laden mit viel Liebe zum Detail bzw. zum Produkt und zur kanadischen Küche. Das einzige was etwas stören könnte ist der sicher den hochwertigen Lebensmitteln geschuldete recht hohe Preis und die etwas komplexe Bestellmöglichkeit durch viele miteinander kombinierbaren Zutaten. Evtl. empfielt es sich daher die Karte vor dem ersten Besuch genau zu studieren. Also wer einmal Lust auf Canadian Burger hat sollte unbedingt einmal am Wilhelm-Geiger-Platz in Feuerbach vorbei schauen und zum Burger Place gehen.

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

BBQ-Spareribs

IMG_5406Traditionelle Spareribs wie man sie hier meist kennt sind gewöhnlich Schälrippchen vom Schweinebauch (auch „Leiterchen“ oder „Kotelettrippchen“) im Englischen „Babybackribs“ (link). Im amerikanischen BBQ versteht man unter Spareribs allerdings eher den sogenannten „St. Louis – Cut“ dabei bleiben die Rippen meist bis zum Knorpelteil des Schweinebauchs am Stück. Aufgrund der Struktur im Fleisch bleiben diese bissfester als die Babybackribs (welche meist aber mehr Fleisch haben). Weiter gibt es auch noch „Loin-Ribs“ vom Kalb (link) und letztlich auch „Beef-Ribs“ / „Short-Ribs“ (link) vom Rind bis hin zum Schnitten wie dem „Prime-Rib-Roast“ (link) was allerdings nicht mehr an das erinnert was man gewöhnlich als Spareribs kennt. BBQ-Spareribs weiterlesen

short beef ribs

IMG_4946Spareribs kennt man hierzulande gewöhnlich nur vom Schwein.  Hier möchte ich nun mal Spareribs vom Rind zeigen. Je nach Schnitt (Cut) nennt man die Rinderribs anders. Hier nun ein paar „bone in beef short ribs“ ohne großen Schnickschnack aus dem Kugelgrill. Am Tag vor dem Zubereiten würzt man das Fleisch mit einer eigenen oder fertigen Mischung aus Gewürzen (rub), in diesem Fall habe ich das „West of Texas – Smokey BBQ“ von Pepperworld (link) benutzt. Zuvor wird die Siberhaut entfernt, dies lässt das Gewürz dann auch zwischen den Knochen besser ans Fleisch. Die Ribs kommen dann indirekt für ca. 3h indirekt auf den Grill, dabei wird immer wieder mit etwas Obstholz geräuchert. Bei einer Kerntemperatur (KT) von zwischen 65 und 75°C sind die Ribs fertig. Ungefähr 30 Minuten vor Ende (KT beobachten)  werden die Ribs mit BBQ-Sauce eingepinselt. short beef ribs weiterlesen

US-Flank Steak

IMG_4915„Flank steak“ nennt man in der deutschen Küche soweit ich weiß „Bavette“ oder „Dünnung“. Es kommt aus dem unteren Rippenbereich, dem “Rinderlappen” unterhalb des Filets. Das Flank Steak eignet sich zum Kurzbraten / grillen und wird dann je nach Geschmack auf den Punkt gegart und quer zur Faser geschnitten. Beim Garpunkt richtet man sich nach den gängigen Kerntemperaturen (KT) für Steaks. Auf dem Hochgeheizten Grillrost wird das Steak von beiden Seiten angebraten und dann indirekt gelegt bis die gewünschte KT erreicht ist. (Tranditionell mariniert man wohl das Flank oft auch – ich bevorzuge es aber nur mit Salz und Pfeffer) US-Flank Steak weiterlesen

BBQ – Die AZK-Kocher-Erweiterung

006normalerAZKDen „Anzündkamin“ (kurz AZK) habe ich hier ja schon einmal vorgestellt, nun möchte ich eine Kleine aber Starke Erweiterung für dieses Hilfmittel vorstellen. Sie besteht nur aus zwei kleinen, zu einem Kreuz zusammensteckbaren Edelstahlblechen. Mit diesen zwei Blechen wird aus dem Anzündkamin ein kraftvoller Ourdoorkocher! BBQ – Die AZK-Kocher-Erweiterung weiterlesen