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Ohne Moos nix los – Das Ende einer Theorie

Anfang des Jahres wurde sie groß durch die Presse gejagt – die Wunderwaffe der Stuttgarter: Eine Mooswand an einer der „Stadtautobahnen“. Schon in den ersten Tagen konnte man nur mit dem Kopfschütteln ob des Standortes in der prallen Sonne. Schon der Gang durch den eigenen Garten genügt, um zu sehen wo Moos normalerweise wächst … überall nur NICHT in der prallen Sonne. Nun ja aber selbst wenn die „Experten“ noch so oft behaupten „Das Wundermoos ruht doch nur und wird sich schon bald zu ‚blühenden Landschaften‘ wandeln“ so genügt ein Besuch dort und ein klein bisschen gesunder Menschenverstand (nun regnet es schon gut einen Monat lang relativ regelmäßig) um sich selbst dazu seine Gedanken zu machen.

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Jürgen Resch: ‚Saubere Luft‘ für Stuttgart ab 2018!

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Demo gegen Feinstaub am 21.11.2015

Jürgen Resch (Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe e.V.) spricht sich in einer Rede am 24.11.2016 im Württembergischen Kunstverein Stuttgart für konsequente Fahrverbote in Stuttgart ab 2018 aus. Er bringt dabei zahlreiche Argumente vor und lobt das Engagement und den Einsatz der Teilnehmer an der letzten Feinstaubdemo am Montag.

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Feinstaubalarm in Stuttgart

Die Stadt Stuttgart appellierte mal wieder und bereits das dritte Mal wirkungslos an die Vernunft der Kraftfahrer. Je öfter ausgerufen aber nur halbherzig umgesetzt, umso weniger interessiert sich der Bürger logischerweise für diesen Running Gag der Stuttgarter Politik. Nach dem Motto „Wasch mich aber mach mich nicht nass“ versucht die Stadt Stuttgart ein ernstes Thema ohne wirklichen Willen zu wirkungsvollen Veränderungen anzugehen.

3. Stuttgarter "Feinstaubalarm"
3. Stuttgarter „Feinstaubalarm“

Generell ist Stuttgart für ihren ehrlichen Ansatz mit diesen Problemen umzugehen erstmal zu loben. Andere Großstädte hätten schlicht und einfach die Messstationen nicht in den wirklichen Problemgebieten aufgestellt sondern auf der grünen Wiese. Hier zeigt Stuttgart eigentlich generell mal einen eigentlich lobenswerten Einsatz. Das war es dann aber auch schon mit dem wirklich ernstzunehmenden Engagement! Die nutzlosen Appelle an die Vernunft sind ein schon längst ziemlich peinlicher Versuch etwas zu tun ohne offensichtlich wirklich etwas erreichen zu wollen. Wird das Problem also doch nicht so ernst genommen wie es zuerst den Eindruck hat? Feinstaubalarm in Stuttgart weiterlesen

Massaria streckt Bäume in Stuttgart nieder

Wie unschwer in der Königstraße zu sehen wurden bisher bereits acht Platanen gefällt, wie viele noch folgen wird sich zeigen. Wie eine lokale Zeitung zu berichten weiß anscheinend wegen Fäulnis und dem Befall durch den Massaria-Pilz welcher die Verkehrssicherheit der Bäume gefährden würde.

In Zeiten des Feinstaubalarms und in einer der dreckigsten Großstädte Deutschlands fragt man sich schon ob es da so wahnsinnig Schlau war hunderte gesunde Bäume mitten in der Stadt zu fällen… Gut, das Baummassaker im Mittleren Schlossgarten lässt sich nicht wieder gut machen, aber vergessen wird es niemals!

Auch wenn es für die Bäume Ersatz geben soll, sollte man doch langsam auch über das Konzept der enorm zunehmenden versiegelten Flächen in der Innenstadt nachdenken. Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt weißt ja selbst schon auf die in der Art unvorteilhaften Bedingungen hin. Was bringt sog. „Ersatz“ wenn dieser genauso in ein Umfeld gepflanzt wird welches ständigen Stress für die Bäume wegen Wassermangel bedeutet? Das Problem ist doch nicht der Pilz welcher nur Bäume befällt die geschwächt sind sondern die Ursache dieser Schwächung!

Anstatt Baustellen sollten in Stuttgart nicht zuletzt wegen der Feinstaubthematik sondern auch um die allgemeinen Lebensqualität zu steigern dringend wieder richtige Grünflächen sprießen und bestehende endlich ernsthaft geschützt werden!

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Fahrverbote retten Leben – Autoflut stoppen – Jetzt!

Demo mit Kundgebung, am Samstag, den 21. November 2015, um 13.00 Uhr.

Grundgesetz Artikel 2 garantiert das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Menschen haben also ein Recht auf Schutz vor krankmachendem Feinstaub, vor Luftverschmutzung, Lärm und vor Verletzungen durch Verkehrsunfälle. Es existiert dagegen kein unveräußerliches Recht auf freie Wahl des Verkehrsmittels in einem dicht besiedelten Lebensraum.

Feinstaub, Stickoxyde, CO2 und Lärm sind Gift für Mensch und Umwelt.

Nach einer Analyse der Weltgesundheitsorganisation (WHO), aus dem Jahr 2014, sterben jährlich sieben Millionen Menschen infolge der weltweiten Luftverschmutzung. Das sind mehr als doppelt so viele wie bisher angenommen (Link).

Das Kraftfahrbundesamt hat über Jahre die Erinnerung „an ihre gesetzliche Pflicht zur Kontrolle ignoriert und dadurch die fortgesetzte Vergiftung unserer Innenstädte mit hochgiftigen Dieselabgasen behördlich abgesegnet“
(Jürgen Resch, Deutsche Umwelthilfe)

Die Luftverschmutzung in Deutschland liegt im europäischen Vergleich zwar im Mittelfeld, aber dennoch deutlich über den WHO-Richtlinien. Dabei ist Stuttgart trauriger Spitzenreiter unter Deutschlands Städten. Die verbindlichen EU-Grenzwerte zum Schutz der Bevölkerung vor Luftschadstoffen werden in Stuttgart und in der gesamten Region unzulässig oft und massiv
überschritten.

Nach Aussage von Experten (z.B. Dr. Reuter, dem Leiter der Abteilung für Stadtklimatologie beim Stuttgarter Amt für Umweltschutz) ist die Einhaltung der Grenzwerte nur möglich, wenn der Verkehr auf den viel befahrenen Straßen unserer Stadt um die Hälfte reduziert wird. Da helfen weder Feinstaubkleber, Moos-Wand, noch Appelle an freiwillige Verhaltensänderung. Im Überschreitungsfall hilft nur ein Fahrverbot. Das gibt die Gesetzeslage heute schon her (§ 45 Abs. 1 StVO).

Das Rückgrat der Verkehrswende sind der Fußverkehr, das Fahrrad, sind Busse und Bahnen. Der MIV (motorisierte Individualverkehr) hingegen gefährdet unsere Gesundheit und ruiniert die Umwelt. Trotzdem wird dieses nicht wirklich zukunftstaugliche Segment der Fortbewegungsmittel bevorzugt und staatlich massiv gefördert (z.B. tonnenschwere SUVs die als Dienstfahrzeuge steuerlich abgesetzt werden können). Gleichzeitig wird eine Steigerung der Attraktivität des ÖPNV in vielfältiger Weise behindert (z.B. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit des S-Bahnbetriebs haben seit dem Baubeginn von S 21 extrem nachgelassen).

Der VW-Abgasskandal dokumentiert zuallererst eine vorsätzliche, massenhafte Körperverletzung mit Todesfolge. Begangen durch das Topmanagement einer deutschen Vorzeigeindustrie. Gedeckt durch verantwortungslose Spitzenpolitiker unseres Staates.

Der öffentliche Raum braucht Bäume statt Blechlawinen! Keine Autobahnen im Herzen der Stadt!

Um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen, ruft die Bürgerinitiative Neckartor auf zu einer Demo, am Samstag, den 21. November 2015, um 13.00 Uhr. Treffpunkt ist der Marienplatz. Nach einer Kundgebung geht es auf der B 14 zu Fuß und mit dem Fahrrad (auf zwei verschiedenen Routen) zur Abschluss Kundgebung auf den Rotebühlplatz.

Reden:
Jürgen Resch – Bundesgeschäftsführer Deutsche Umwelthilfe (DUH)
Dr. Angelika Linckh – Ärztin
Peter Pipiorke – Naturfreunde Radgruppe

Kunst:
Rik Beck – „GEMEINE STADTLUFT“– mitzubringen Gebürste aller Art!
Caro Krebietke – Aktion „GEMEINE SAUBOHNE“

Musik:
Lokomotive Stuttgart
Capella Rebella

Presseerklärung der BÜRGERINITIATIVE NECKARTOR, Stuttgart, den 8.11.2015

Demoflyer (PDF)

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Demonstration gegen die Feinstaubproblematik

©2014 Alexander Schäfer - Feinstaubdemo
©2014 Alexander Schäfer – Feinstaubdemo

Impressionen der Demonstration am 10.05.2014 zur Problematik der Feinstaubbealstung in Stuttgart. Zu den Hintergrund-Infos und der Seite der Veranstalter (link) 

Alle Bilder dieser Veranstaltung im Archiv (link),
einige Impressionen hier:

Zu allen Bildern dieser Veranstaltung (link)

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Offener Brief an OB Kuhn

Stuttgart, den 23.01.2014, Offener Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Fritz Kuhn,

auf Grund der massiven Eingriffe in den Baumbestand der Stadt im Zuge des Neu,- bzw. Ausbaues des Rosensteintunnels, ist bei mir eine Grenze erreicht, bei der ich nicht mehr tatenlos zuschauen kann.

Zurzeit wird am Mineralbad Leuze wieder einmal demonstriert, wie gedankenlos flächendeckend gerodet wird. In einer Stadt mit einer massiven Feinstaubproblematik wird Offener Brief an OB Kuhn weiterlesen