Archiv der Kategorie: Kopfbahnhof 21

Neues vom „Modell Frey“ bzw. „Stellwerk S“

Pressemitteilung / Newsletter Nr. 3

Das „Stellwerk S“ / Rainer Braun berichtet Aktuelles:
Zitat: „Der Umbau des alten Restaurants „Zum Botenfischer“ in „Stellwerk-S“ zieht sich seit Januar nun bis heute hin, da nach dem Ausbau des Küchen- und Thekentraktes doch einige Schwierigkeiten aufgetreten sind, die wir nun mit der Stadt Herrenberg und dem Landkreis lösen. Die Abbauarbeiten in Stuttgart sind fast abgeschlossen, was viele Insider als unmöglich gehalten haben. Wir haben jedoch den festen Willen und auch die Motivation, auch den Transport und nun den Aufbau in den neuen Räumlichkeiten in Herrenberg fertig zu bringen, ohne zu große Schäden am Bauwerk zu hinterlassen. Ganz ohne wird es jedoch nicht gehen, dies ist allen klar. Aber den Baustil und die Kunst des Wolfgang Frey wird versucht bei den Korrekturen während des Zusammenbaus, beizubehalten. Leider ist die komplette Technik von Wolfgang Frey dem Umzug zum Opfer gefallen. Dies konnte schon bei den Planungen zum Abbau und Umzug nicht aufgenommen werden, da dies mehrere Jahre Zeit gekostet hätte, alles zu trennen und nachher wieder so zusammen zu löten wie es war. Eine neue Technik wird für den Fahr- und Beleuchtungsbetrieb aufgebaut. Dies aber Stück für Stück. Dies liegt nun vor uns und wird mit den ersten Aufstellarbeiten im Mai begonnen werden. Im Juni werden wir uns über eine Teileröffnung – wie angekündigt für das 2.Halbjahr 2017 – festlegen. Im Plan steht, daß zumindest der Hauptteil – Königsstrasse bis BW steht. Fahrbetrieb so gut wie es möglich sein wird. Danach kommen Stück für Stück die restlichen Teile (S-West, Cannstatt, Pragfriedhof, Wilhelma, etc.) hinzu. Je nach Vorwärtskommen und auch technischen Möglichkeiten. Das Stellwerk selbst, welches Wolfgang Frey 1:1 dem Original im Stellwerk Gleis 16 nachgebaut hat, ist geplant zum Teil aufzubauen um dort dann die neue Technik zu installieren. Es werden sicherlich noch einige Überraschungen auf uns und somit auch auf alle Modellbahnfreunde zukommen, welche wir aber gemeinsam sicherlich gut meistern werden“ Zitatende

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Warteraum als „grüne Oase“?

Keine vier Jahre sind vergangen seit die Deutsche Bahn für ihr Immobilienprojekt Stuttgart 21 den Mittleren Schlossgarten abgeholzt, geschreddert und vernichtet hat. Seit dem ist es nicht mehr möglich mit ein paar wenigen Schritten aus dem Südausgang des Stuttgarter Kopfbahnhofes oder auch aus der Arnulf-Klett-Passage direkt unter die alten Parkbäume zu treten.

Vor diesem Hintergrund erscheint es nun enorm bitter und verlogen, dass ausrechnet der sogenannte „Einkaufsbahnhof“ nun mit einem Warteraum mit „grüner Oase“ wirbt.  Bebildert mit Bäumen würde der Raum Ruhe und Entspannung ausstrahlen wirbt die Werbereferentin auf deren Website. Was für ein Hohn und Spott wenn man bedenkt das all dies für viele Stuttgarter einer der Hauptgründe gegen das Sinnlose Milliardenloch Stuttgart 21 war. Wie man unter anderem auf der Seite der Baumpaten heute noch sieht, grenzte der Stuttgarter Kopfbahnhof bis 2012 direkt an eine REALE grüne Oase! Heute bleibt zur Entspannung nur noch ein stickiger Warteraum oder die herunter gekommene  versiffte Passage unter dem Arnulf-Klett“platz“. Vorbei die kühlende Wirkung in den heißen Sommern welche durch das Klima der Bäume und Wiesen entstand, lediglich wenige Schritte vom Querbahnsteig direkt an der Haupthalle des Bahnhofs entfernt.

Wer sich heute im Wartebereich der Deutschen Bahn im Stuttgarter Hauptbahnhof entspannt und dort ernsthaft an Bäume, Wiesen und Felder denkt sollte nicht vergessen wem er verdankt dass dies nicht mehr Realität sondern nur noch billiges Pixelwerk auf Klebefolie und von einer drittklassigen Werbefirma ohne Gespür für die Emotionen der Menschen ist.

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

„Modell Frey“ in Stuttgart wird zu „Stellwerk S“ in Herrenberg

Das vier Jahre lange bangen um die Zukunft des einzigartigen Stuttgarter Stadtmodelles von Wolfgang Frey hat nun ein Ende gefunden. Das legendäre Spur-N Modell wurde nach Herrenberg verkauft. Dort wird es in direkter Sichtweite des Herrenberger Bahnhofs im umgebauten ehemaligen Restaurant „Zum Botenfischer sein neues Zuhause finden. In den kommenden Monaten werden dort zahlreiche Wände und selbst die Restaurantküche Platz für diese Anlage machen. Rainer Braun der neue Besitzer hat vor dort ab dem zweiten Halbjahr 2017 ca. 180m² der sagenumwobenen Anlage der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Rainer Braun vor den ersten bereits transportierten 15m² der Anlage

Damit verwirklicht er einen kühnen Plan den viele Experten für unmöglich gehalten haben. Seit dem frühen Tod des Erbauers Wolfgang Frey (52) im Jahre 2012 haben sich etliche Spezialisten schon für die Anlage interessiert. Unter anderem kamen Speziallisten des Miniatur Wunderland Hamburg wie auch die Fachleute von Märklin zur Begutachtung nach Stuttgart. Letztlich lehnten aber doch alle ab und sahen es für Unmöglich oder zu Aufwendig an diese enorm große, verwinkelte und detaillierte Anlage abzubauen. Rainer Braun hingegen hat sich der Aufgabe gestellt. Mit dem Umzug des Hauptbahnhofes, des Güterbahnhofes und einem Teil der Innenstadt (alles selbst in den Gebäudehöhen im Maßstab 1:160 und auf dem Stand von 1980) gelang es Ihm bereits das Herzstücks der Anlage und damit ca. 15 m²  der Anlage in ein Interimsquartier nach Herrenberg umzuziehen. Wer es dort schon jetzt (durchs Schaufenster und von weitem) sehen möchte kann dies im Einkaufszentrum Nufringer Tor machen oder die sechs bisher umgezogenen Module am 21. und 22.01.2017 während der Modellbauausstellung in der Stadthalle Herrenberg besichtigen.

Rainer Braun arbeitet beim Umzug sowie der anschließenden Restaurierung und Inbetriebnahme der Anlage eng mit dem Modelleisenbahn Club Herrenberg sowie dem N-Club International zusammen. Im Rahmen des Umzuges wird die Anlage von der bisherigen analogen Steuerung auf die digitale Steuerung umgebaut. Leider ist es nicht möglich das Stellwerk welches von Wolfgang Frey 1:1 aufgebaut wurde mit umzuziehen. Es wird nur das Stadtmodell in Herrenberg zu sehen sein. Geplant ist aber auch den Rest der einst ca. 750 m² großen Anlage in Bildern dokumentiert zu zeigen und das Andenken an Wolfgang Frey hochzuhalten.

Das faszinierende und  wahrlich einzigartige Kunstwerk das Wolfgang Frey über 25 Jahre lang erschaffen hat zeigt sich vor allem in den unglaublich Kreativen Ideen. Da wurden aus schlichten Wunderkerzen Straßenlaternen und aus Müll und alten Schildern wurden ganze Häuserzeilen uvm. Gerade diese Kreativität macht allerdings den Abbau nun enorm Kompliziert. Jeder Sägeschnitt wird zum Risiko, jede Fassade birgt neue Herausforderungen und ungeahnte Überraschungen. Nach einem Transportschaden zeigte sich zb. das der Unterbau des Kaufhofparkhauses aus schweren Holzbrettern und nicht nur leichter Pappe bestand. Rainer Braun schreckt das allerdings alles nicht. Er ist fasziniert vom Talent des Erbauers und sieht die Probleme als überwindbar an. 

Begeistert erzählt er von aufgesägten Türen an Modellautos mit denen Frey aus handelsüblichen LKW-Modellen einzigartige Schmuckstückte machte oder auch von Fahrzeugen die Frey nachträglich um lackierte weil diese nicht den Originalfarben der Hersteller entsprachen. Ebenso traurig allerdings auch über den bedauerlichen Wasserschaden welcher leider schon zu Lebzeiten des Erbauers große Teile der „Wilhelma“ unwiederbringlich zerstörte.

Nach dem Umbau der Räumlichkeiten des Restaurants in den ersten Monaten 2017 ist geplant möglichst rasch mit dem Umzug der kompletten Anlage nach Herrenberg fortzufahren. Der Umbau auf Digitaltechnik sowie der Restaurierung der Gebäudeteile die durch dem Umzug gelitten haben soll dann im Lauf des Jahres erfolgen. Auch wenn es bedauerlich ist, dass die Stellwerktechnik wohl nicht mehr erhalten werden kann, muss man für den Erhalt dieser sehenswerten Anlage mehr als dankbar sein. Das Werk von Wolfgang Frey wird so zumindest in Teilen erhalten und zudem in Ehren gehalten.

Mehr Bilder im Archiv (link)

Interessierte an dieser Anlage sollten zum einen den Newsletter von Stellwerk S abonnieren und auch immer wieder hier auf SWW vorbei schauen oder sich in den Newsletter dieser Seite eintragen. Ich plane noch einige weitere Dokumentationen von diesem besonderen Stück Stuttgarter Stadtgeschichte zu machen.

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Versenkungskreis

„Wer A sagt … kann auch erkennen das B falsch ist.“

IMG_3304
©Alexander Schäfer – Archivbild

„Der Kluge lernt nach dem ersten Fehler, der Dumme nach dem x-ten Fehler, der Weise lernt nie aus.“

©2014 Alexander Schäfer - Stuttgart 21 ist umkehrbar.
©2014 Alexander Schäfer – Stuttgart 21 ist umkehrbar.

„Eine Warnung ist für den Weisen ein Segen, für den Narren eine Beleidigung.“

IMG_4850
©2011 Alexander Schäfer – Archivbild

Diesen Fehler müssen wir jetzt NICHT machen.

©2010 Alexander Schäfer - Archivbild
©2010 Alexander Schäfer – Archivbild

OBEN BLEIBEN.

©2014 Alexander Schäfer - Symbolfoto
©2014 Alexander Schäfer – Symbolfoto

 

Sylvia von Keyserling: „Licht“

IMG_3754Ich möchte kurz auf eine Radio Sendung des SWR verweisen. Sie stand unter dem Titel Gedichte und ihre Geschichte – Sylvia von Keyserling: „Licht“ (link)  moderiert von Reinold Hermanns am 25.6.2016 auf SWR2 Sechseinhalb Minuten zum kurzen verweilen in einer Zeit des Wandels. In Gedanken an Alles was zerstört wurde und in den kommenden Monaten und Jahren weiter zerstört werden wird… 

Umstieg zum Kopfbahnhof der Zukunft Teil 2

Nach der Vorstellung der Visualisierungen Rund um den Hauptbahnhof Stuttgart (Teil1) folgte nun am 20.06.16 der zweite Teil der Inforeihe „Einstieg in den Umstieg“. In nur drei kompakten Stunden erklärt Dipl. Ing. Klaus Gebhardt Maßnahmen und Bauabschnitte, welche sofort umsetzbare Schritte in eine Innovative Stuttgarter Zukunft im größeren Umfeld des Kopfbahnhofes darstellen.


Video von Michael Kultur

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Stuttgart 21 am Scheidepunkt

PM Aktionsbündnis gegen S21
Drei Jahre nachdem Stuttgart 21 schon einmal vor dem Abbruch stand und nur mit massiven politischen Manipulationen und Wortbrüchen noch einmal über die Hürden gehievt wurde, gerät das Projekt und mit ihm das verantwortliche Führungspersonal der DB AG in eine existenzielle Krise. Stuttgart 21 am Scheidepunkt weiterlesen

Der S21-Umstieg ist nötig und möglich!

Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 lud zum Infoabend unter dem Motto „Der Ausstieg ist nötig und möglich!“ und ca. 130 Personen informierten sich zum neuen Umstiegs Konzept. In der Bevölkerung scheint sich ja die Meinung zu verbreiten „Stuttgart 21 wird gebaut – da kann  man nichts mehr machen.“ Um diesen großen Irrtum zu beseitigen entwickelten die Mitglieder des Bündnisses gemeinsam Konzepte wie der Umstieg sofort und unter Nutzung der bereits vorhandenen gebauten Elemente möglich ist. Zu dieser Ausarbeitung des wenn man so möchte „Kopfbahnhof 2.0“, gehörte auch die Analyse der bereits gebauten Abschnitte. Hier zeigte sich auch wieder das der Eindruck „Da ist ja schon so viel gebaut“ den mancher wenig informierte Passant bekommt überhaupt nicht zutrifft.  Der S21-Umstieg ist nötig und möglich! weiterlesen