Archiv der Kategorie: Medien

How to win a VHF radio contest, DR9A 2017

Was    eigentlich genau eine Gruppe Funkamateure dazu treibt, für einen VHF-UHF/SHF Wettbewerb auf einen Berg zu fahren und dort für einen 24 Stunden dauernden Wettbewerb eine größere oder auch kleinere Antennenanlage aufzubauen, das lässt sich kaum beschreiben. Es ist die Fazination an den komplizierten Details der Technik, der mehr oder weniger umfangreichen Vorbereitungen, die eigenen Grenzen und die der Gruppe zu erkunden und nach oben zu verschieben, sich mit Gleichgesinnten ein Deutschland und Europa zu messen. Nicht zuletzt ist es auch die Fazination daran, dass sich Funkwellen in den Frequenzbereichen über 144MHz bis weit über 76GHz hinaus deutlich weiter ausbreiten, als gemeinhin bekannt.

Worum geht es bei diesem Wettbewerb?
Nun, es gewinnt, wer die meisten Punkte erziehlt. Es wird während der Funkverbindung unter anderem ein Code, der sogenannte Locator, übertragen. Damit lässt sie die Entfernung ziwschen den beiden Funkstationen berechnen. Die Entfernungen aller Funkverbindungen werden summiert und ergeben die so für das Endergebnis entscheidene Punkzahl.

Wie funktioniert so eine Funkverbindung?
Im Video ruft der Operator „cq cq contest von DR9A“. Das lässt sich grob als „Wer möchte mit mir eine Funkverbindung machen?“ übersetzen. Das eigene Rufzeichen, die Kennung der Station ist DR9A. Es antwortet darauf entweder niemand, oder oft antworten mehrere Stationen gleichzeitig. Das machen diese indem sie ihr Rufzeichen nennen. Nun wird eine der anrufenden Stationen aufgerufen. Es folgt ein Code mit der Signalstärke (meist 59), eine laufende Nummer und der Locator (Standort). Das macht das auch die andere Station und schon ist die Funkverbindung wieder beendet.

Wie ist die Station aufgebaut?
Ganz kurz formuliert hat die Station 9 Antennensysteme welche alle in unterschiedliche Richtungen zeigen und jeder der beiden Operator kann die Antenne frei wählen auf der er hören möchte. Rufen gleichzeitig mehrere andere Stationen an, dann können sie die Funkverbindungen theoretisch sehr schnell nacheinander abarbeiten indem sich jeder Operator auf eine der anrufenden Stationen konzentriert.

Zum Video
Das Video zeigt Aufnahmen während des Aufbaus der ziemlich großen Antennenanlage von einer Drohne aus und von einer Bodenkamera. Dazwischen, sowie die komplette Tonspur, zeigt die beiden Operator während des Wettbewerbs und deren ziemlich perfektes Zusammenspiel. Es gibt noch einen dritten Operator, der jedoch eher im Hintergrund arbeitet und sich um diverse andere Dinge kümmert für welche die beiden meist gezeigten Operator gar keine Zeit haben.

Das „How to win“ im Titel des Videos bezieht sich folglich auf die Betriebstechnik der beiden Operator und deren Zusammenspiel, das fast durchweg perfekt funktioniert. Das so gut zu machen, das ist alles andere als einfach. Man sieht kaum, wann und wie sich die Beiden verständigen, doch sie müssen es tun – andernfalls wäre es ziemlich chaotisch und ineffektiv.

( Alexander Schäfer / Martin  Henz auf schaeferweltweit.de )

Kostas das Buch!

Zugegeben, es ist nicht das erste und sicher auch nicht das letzte Buch aus der kreativen Feder des Karikaturisten Kostas Koufogiorgos. Nun aber fasst er Thematisch seine zahlreichen Karikaturen zum Immobilienprojekt „Stuttgart 21“ zusammen. Das erste Buch welches sich vorwiegend mit dem Thema befasste entstand 2011 in Zusammenarbeit mit  Monika Spang und trug den Titel „Frau Schächtele will oben bleiben“. Damals schon hatte sich Kostas Koufogiorgos intensiv mit diesem einschneidenden und damals wie heute in Stuttgart alles bestimmenden Projekt auseinandergesetzt und somit zahlreiche Illustrationen zu diesem 32 Seitigen Werk beigetragen. Das aktuelle heute veröffentlichte Werk zeigt 89 seiner über 160 Karikaturen zu und über das Milliardengrab Stuttgart 21 in einer limitierten Auflage von 100 Stück. (Leider schon vergriffen aber es wird – abhängig von der Nachfrage – eine weitere Auflage geben!) Kostas das Buch! weiterlesen

Radiobeitrag zum Rosenstein

IMG_5522Der Rosenstein und alles was ihn ausmacht ist natürlich immer noch ein großes Thema. Nicht zuletzt nachdem es im kommenden Monat wieder einmal ans sinnlose Zerstören für Stuttgart 21 gehen wird. Die DB hat zwar nach all den vielen Jahren weder in Untertürkheim die nötigen Genehmigungen noch eine Lösung für die Naturschutzbelange am Neckarhang und schon zeigen sich weitere „unerwartete“ massive Probleme im Kernerviertel. Das alles neben vieler weiteren offenen Fragen – aber trotzdem soll die Holzbrücke über den Neckar abgerissen werden.

Das alles sagt erstmal nichts? Dann lerne doch mal kennen was da weiterhin auf dem Spiel steht aber noch nicht verloren ist… Der Rosenstein und sein Park zieht in den Bann – lass dich mitziehen! In dem Radiobericht am 03.04.2016 um 15 Uhr im Freien Radio (99, 2 MHz über Antenne, 102,1 MHz im Kabel und weltweit über Livestream auf www.freies-radio.de) Radiobeitrag zum Rosenstein weiterlesen

Erdogan und die Satire…

… vertragen sich offenbar nicht besonders. Grund genug auf dieses Video von Extra3 hinzuweisen. Erdogan ist der Meinung das dieses Video nicht angeschaut werden sollte.
Daher bitte nicht anschauen + schon gar nicht weiter verbreiten:

Das Original / the original / orijinal

Mit englischen Untertiteln / with English subtitles / İngilizce altyazılı

Mit türkischen Untertiteln / Türkçe altyazılı / with Turkish subtitles

Auch „nicht“ sehenswert:

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Picasa endet. Alternative: Dropbox

Das Online-Fotogalerie-System „Picasa“ wird nun von Google kaltgestellt. Nutzer müssen zu „Google-Photo“ wechseln. Bestehende Bildergalerien sollen zwar vorerst erhalten bleiben, sind aber nicht mehr veränderbar. Zeit eine der vielen Alternativen vorzustellen. Hier und jetzt „Dropbox„. Picasa endet. Alternative: Dropbox weiterlesen

Yoko Ono please help us – A Wish Tree for Feuerbach

Gastartikel von Bernd-Christoph Kaemper

Dear Yoko Ono,
we wish to save a cherished old tree (link to pictures) from cutting by making it a Wish Tree.
Will you support us by sending us a few words of encouragement?

Here is some background information:

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The „old friend“, the weeping willow in Feuerbach

In Stuttgart-Feuerbach, at the railroad station, there is a 70 year old large weeping willow tree, with a trunk circumference of 270 cm. More than 3 generations have come to know and love the tree, it has provided shade, repose and rest in summer, it has greeted the people in the morning when they went to work, and in the evening when they returned home.

In 2013, the German rail company, which is undertaking a large railway & urban development project in Stuttgart (Stuttgart 21), cut down a large number of trees around the station in order to clear the construction site. But they promised to save the large willow tree which forms a historic landmark of Feuerbach. Now, 2 years later, they withdrew their promise and announced they want to cut down the tree, which happens to grow on municipal ground, at the edge of a temporary construction area which is needed for setting up cranes, they say.

We are sure it must be possible to plan the construction site in such a way that the willow can be preserved, even if it needs some detour and is somewhat costlier.

2010 People fighting for trees in Stuttgart. In this case they lost this (and many other) tree but they still fighting for others.
2010 People fighting for trees in Stuttgart. In this case they lost this (and many other) tree but the people still fighting for others.

We have the support of our borough mayor, but there are no legal possibilities to stop the rail company from cutting the tree, because the plans have been approved previously. We know that many citizens of Feuerbach would deeply regret losing their „old friend“, the weeping willow, as many have asked in writing to the city council and the rail company to save the tree. Many people feel deeply disappointed because their dedication to stop a mega-project which they see as damaging to the city and the people has been ignored and led nowhere, many have resigned, others are angry. Even people who are in favour of the project, find it fatal that promises are not kept and that the project is pulled through without respect for the grown environment.

Our citizens initiative has already two times invited the people of Feuerbach to a public breakfast under the weeping willow tree in order to gather support and save the tree from cutting; media has reported, too. We continue to appellate at the city council and the rail company: Abide by your promise, which has been given in writing, the tree has to stay!

For us, the willow is a symbol for our „right to the city“: Pope Francis, in his recent Encyclica ‚Laudato si‘, has rightly deplored the decline of the quality of humen life in our cities:
„Neighbourhoods, even those recently built, are congested, chaotic and lacking in sufficient green space. We were not meant to be inundated by cement, asphalt, glass and metal, and deprived of physical contact with nature.“ … „There is also a need to protect those common areas, visual landmarks and urban landscapes which increase our sense of belonging, of rootedness, of “feeling at home” within a city which includes us and brings us together.“

2010 - A tree the people saddly lost in 2012 after a long fight against the senseless killing of such "old friends"
2010 – A tree the people saddly lost in 2012 after a long fight against the senseless killing of such „old friends“
2013 - this little Tree was saved. They removed it from building site to an other place and some "treeparents" (from godparents) placed there good wishes in the following years
2013 – this little Tree was saved. They removed it from building site to an other place and some „treeparents“ (from godparents) placed there good wishes in the following years

In these days no decision has yet been made over life or death for the weeping willow. We feel that the time has come to light a beacon of hope and love and go a step further to preserve the tree and the peace in this city. We want to make it visible to all that the local people cling to their cherished willow tree. So we had the idea to follow your steps and make it a wish tree! A Wish Tree for Feuerbach! We imagine that it would change people’s hearts, even among those who just want to pull through the construction project as quickly as possible.

If you like the idea and want to support us, please feel free to send us a few words of encouragement. It would mean a lot to us!

Kind regards,
Bernd-Christoph Kaemper, for the Feuerbach Citizens‘ Initiative

Die „Wish Tree“ Kunstinstallation von Yoko Ono (link) begann in den Jahren nach 1981. Im Rahmen der Aktion werden Besucher eingeladen an diese Bäume Wünsche zu hängen. Mittlerweile stehen ihre Wunschbäume schon in New York City, St. Louis, Washington, DC, San Francisco, Pasadena, Palo Alto, California, Tokyo, Venedig, Dublin, London, Exeter, England, und Finnland.

Einer ihrer Wünsche (von 1996) zur Aktion lautet: „Bitte Wünschen Sie sich etwas. Schreiben Sie den Wunsch auf ein Stück Papier. Falten Sie es und binden Sie es um einen Ast des Wunsch-Baumes. Bitten Sie Ihre Freunde, das gleiche zu tun. Wünschen Sie solange bis die Zweige mit den Wünschen bedeckt sind.“

More Pictures from „the old friend“ (link)
Impressions from the trees they fought for, most sadly lost since then. (link)
Pictures from a day in 2010 from Stuttgart – The government fought with armed and armored troups against the people. Later after a very long and sad day, the people lost some really old trees against their police troups (link)

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Virtuelle Tour zu den Schlossgartenbäumen

IMG_8177Als kleine Vorankündigung eines Berichtes über eine reale Tour zu den letzten Überlebenden der Schlossgartenrodung, möchte ich hier jetzt ein kurzes (und Qualitativ ziemlich schlechtes) Video einer virtuellen Tour zeigen. (passendes Hintergrundgeräusch dazu…)

GooglIMG_8270eEarth Daten zum selbst fliegen und besserem lesen finden sich auch hier auf der Website der Baumpaten-Schlossgarten. (Leider dort nicht mit allen Bäumen da ich auch nach ein paar Stunden vergeblicher Versuche keine aktualisierte Datei in GoogleEarth speichern kann. Daher auch keine neuen Versuche das Video nochmal besser zu machen.)

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( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )